Badens Metropole Karlsruhe ist eine Stadt vom Reißbrett, ähnlich wie die brasilianischer Hauptstadt Brasilia, mitten im Wald aus dem Boden gestampft, allerdings besser für das 21ste Jahrhundert gerüstet als die brasilianische Retortenstadt. So hat das Auto hier keine dominierende Rolle in der Konzeption und Realisation, ganz im Gegensatz zur brasilianischen Urwaldhauptstadt. Hier in Karlsruhe ist es durchaus möglich, sich von einem Ende der Stadt an das andere zu begeben, aus eigener Kraft per Pedes oder mit dem Rad, oder mit sauberen öffentlichen Verkehrsmitteln. Einziger Dorn im Auge ist eine art Stadtautobahn, die an der Innenstadt vorbeigeführt wird. Aber Autos hatten nie eine Zukunft in dieser Stadt.
Nun kann man vieles in der Postgalerie am Europaplatz erledigen, mit der Eröffnung des Einkaufszentrums am Ettlinger Tor werden die Straßen zwischen Kaiser- und Kriegsstraße noch mehr Fußgängerverkehr aus der Kaiserstraße abziehen. Damit wäre das teuere Thema U-Bahn automatisch vom Tisch, denn für die täglichen Benutzer der Stadtbahn ist die jetzige oberirdische Lösung viel attraktiver. Obendrein spart sich die Stadt jahrelange Bauarbeiten mit den bekannten negativen Auswirkungen auf das Geschäftsleben. Mit einer neuen Stadtbahntrasse über die Kriegstraße würde die Kaiserstraße dauerhaft auf ein lebenswertes Niveau vom Stadtbahnverkehr entlastet und die Kriegstraße aufgewertet, so daß sich die Situation im Stadtzentrum entspannt, und das Leben in der Stadt angenehmer wird.
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